Überwachungskameras

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Überwachungskameras sollen Einbrecher abschrecken oder bei einem Einbruch scharfe Bilder vom Täter liefern. Doch nicht alle Überwachungskameras schaffen das auch. Schon bei der Wahl der Kamera kommt es auf die Verbindung zum Aufnahmerecorder, der Bildqualität, dem Schutzgrad und der Nachtsicht-Funktion an. Wir erklären, welche Kriterien bei der Auswahl besonders wichtig sind und zeigen Ihnen die verschiedenen Kamera-Typen. weiterlesen...

Überwachungskameras

WLAN, Funk oder Kabel: Drei Kamera-Typen – aber welcher ist am besten?

Immer mehr WLAN- und Funk-Kamerasysteme kommen auf den Markt, haben jedoch in der Praxis oft noch Schwächen. Denn viele Modelle eignen sich nur über kurze Distanzen. Sind mehr als eine Wand zwischen Router und Kamera, kommt es bei einigen Kameras schnell zu Aussetzern und verruckelten Bildern. Geben die Hersteller eine Reichweite von unter 15 Metern an, können Sie die Kamera nur in dem Raum einsetzen, in dem auch der Router steht. Bei 50 Metern oder einer noch größeren Reichweite, lässt sich das Kamerasystem auch in der ganzen Wohnung verwenden. Beachten Sie aber, dass es oft bei WLAN-Außenkameras zu Problemen kommt, weil die Außenwände zu dick sind. Hier haben sich Kameras mit Kabelanschluss bewährt, am besten sind hochwertige HD-SDI-Modelle. Da die meisten Kameras einen Stromanschluss benötigen, können Sie mit dem Stromkabel auch direkt daneben ein Videokabel für die Kamera verlegen. Das garantiert lückenlose Aufzeichnungen ohne Bildstörungen, weil die WLAN- oder Funk-Verbindung zu schlecht ist.

WLAN-Überwachungskameras haben den Vorteil, dass Sie per Fernzugriff von überall die Bilder aufrufen können. Das geht allerdings auch mit IP-Kameras, die per Kabel mit dem Router verbunden sind. Je nach Bandbreite können Sie bis zu drei IP-Überwachungskameras einsetzen. Auch bei Powerline-Kameras mit einer Netzwerkverbindung über den Stromkreis im Haus können Sie von unterwegs auf die Live-Bilder zugreifen.

Video-Daten speichern: Langzeitrecorder, SD-Karte oder Cloud

Bei den meisten herkömmlichen Überwachungskameras kommen Langzeitrecorder zum Einsatz. IP-Überwachungskameras und WLAN-Kameras setzen aber zunehmen auf Cloudspeicher. Das funktioniert allerdings nur, wenn Sie eine große Upload-Bandbreite haben und zum Beispiel Internet über Kabel beziehen. Mit einem Cloud-basierten Überwachungssysteme können Sie auch von unterwegs auf die Video-Dateien zugreifen. Neuere Langzeitrecorder vereinen die Sicherheit des Festplattenrecorders mit dem bequemen Fernzugriff einer Cloud: Sie sind ans Netzwerk angeschlossen, sodass Sie per Fernzugriff die Video-Daten von überall abrufen können.

Überwachungskameras mit SD-Karte sind eine gute Alternative, wenn Sie eine dezentrale Überwachungstechnik möchten. Achten Sie darauf, dass die Kamera Speicherkarten mit 32 Gigabyte unterstützt und eine sogenannte „Ringschleife“ hat (Endlosaufnahme). Dabei werden die ältesten Aufnahmen automatisch überschrieben, wenn die Speicherkarte voll ist. Einziger Nachteil ist, dass Sie nicht über das Internet auf die Aufnahmen zugreifen können, sondern jedes Mal die Speicherkarte aus der Kamera entnehmen müssen.

Die richtige Bildqualität: Full HD-Aufnahmen sind Pflicht

Was nützt Ihnen ein Überwachungsvideo, auf dem man nichts erkennt? Deshalb sind Aufnahmen in Full HD-Qualität (1080p) ein Muss. Die Kamera sollte eine Auflösung von mindestens zwei Megapixel haben. Wenn Sie überlegen, mehrere Überwachungskameras einzusetzen, sollten Sie die gleich im Set kaufen. Denn die Kombination unterschiedlicher Kameras ist sehr schwierig und klappt nur bei teurem Profi-Equipment reibungslos. Für den Heimgebrauch sind Sets nutzerfreundlicher, zuverlässiger und am Ende auch günstiger.

Form und Schutzgrad der Überwachungskamera

Überwachungskameras gibt es in verschiedenen Bauweisen: Die typische Kamera in Form eines länglichen Kastens, eine Halb-Kugel an der Decke oder auch eine versteckte Mini-Kamera. Innen sind besonders die Halb-Kugeln an der Decke sehr beliebt, die Sie unter dem Begriff „Dom-Kameras“ finden. Bei allen Kamerasystemen sollten Sie darauf achten, dass sie farblich zur Umgebung passen und gegenfalls für den Einsatz draußen geeignet sind. Für den Außenbereich gibt es verschiedene Schutzgerade: IP65 bedeutet zum Beispiel, dass die Kamera staubdicht und wasserabweisend ist. Für draußen eignen sich aber Kameras mit dem Schutzgerad IP66 besser, da sie „besonders wasserabweisend“ sind.

Für den Innen- und Außenbereich ist auch die Nachtsicht-Funktion sehr wichtig. Die Hersteller veröffentlichen LED-Werte zu ihren Kameras, an denen Sie sich orientieren können. So bedeutet die Angabe „30 LED“, dass Sie Aufnahmen bis auf 50 Meter Entfernung machen können. In der Praxis stellen Sie aber fest, dass Sie nur auf etwa zehn Meter wirklich auch Gesichter erkennen können. Hier gilt: Je mehr LEDs verbaut sind und je höherwertig die sind, umso besser sind auch die Aufnahmen bei Nacht.

Wichtige Eigenschaften der Überwachungskameras: Blickwinkel und Gesichtserkennung

Der Blickwinkel (Brennweite) der Überwachungskamera ist je nach Modell starr oder individuell einstellbar. Eine Kamera mit variablem Blickwinkel kann für verschiedene Einsatzbereiche genutzt werden: In der Nahüberwachung an der Haustür, im mittleren Bereich für die Auffahrt zum Grundstück und im Fernbereich für größere Areale wie etwa am ganzen Gartenzaun entlang. Eine Kamera mit festem Blickwinkel eignet sich nur dann, wenn Sie den Einsatzbereich genau ausmessen und er etwas kleiner ist, als der Blickwinkel. So haben Sie noch Spielraum an den Bildrändern rechts und links.

Für den Heim-Gebrauch haben sich die neuern Überwachungskameras mit Gesichtserkennung bewährt. Sie erkennen Familienmitglieder und können so den Eltern auf der Arbeit Bescheid geben, wenn die Kinder aus der Schule nach Hause kommen.